Asylpolitik in der SPD -Soester Anzeiger

Lippetal – Packen Vermieter in Lippetal der Gemeinde dreist in die Tasche, nutzen die Flüchtlingskrise schamlos aus? SPD-Ratsfraktionschef Herbert Schenk prangert diesen Mietwucher an: „10 Euro und mehr pro Quadratmeter, damit Flüchtlinge untergebracht werden können? Das sind keine angemessenen Preise, damit nutzt man höchstens die Notlage der Gemeinde aus – für mich ist das ist ein Unding!“

Gegen diese Art von Mietwucher sprach sich auch der Lippetaler SPD-Chef Reinhard Pahl aus: „So was geht gar nicht, wir müssen da aktiv werden“, sagte er dem Anzeiger beim Gespräch im Anschluss an die Jahreshauptversammlung im Gasthof Meier in Herzfeld.

Die Versammlung war offen für alle. „Wo bekommen wir die nächsten Flüchtlinge unter, wie helfen wir ihnen aus der Langeweile, wie viele kommen wohl noch, wie können wir helfen?“ – das waren die Fragen, um die sich auch bei der SPD alles drehte. Für den Arbeitskreis Asyl saß Irene Freimark-Zeuch mit am Tisch, für die Initiative „Lippetaler für Flüchtlinge“ Hans-Albert Limbrock. Aus Düsseldorf reiste SPD-Fraktionschef Norbert Römer an.

180 Flüchlinge sind aktuell in Wohnungen untergebracht, die die Gemeinde angemietet hat. Weil der Strom der Flüchtlinge nicht abreißt, wird bereits offen über ein Containerdorf nachgedacht, berichtete Herbert Schenk aus der Ratsarbeit. Produziert werden könnten die Wohncontainer gleich in Lippetal, es gebe einen passenden – und günstigen – Anbieter vor Ort. Sport- und Gemeinschaftshallen sollen für die Unterbringung auf Dauer tabu bleiben, das sei Position der SPD-Fraktion.

Römer nennt keine Obergrenze

Was kostet nun die Unterbringung? „830 Euro im Monat für jeden Flüchtling“, rechnete Norbert Römer den Genossen und ihren Gästen vor, ebenso: „Die Flüchtlingszahlen aus dem Westbalkan sinken, dafür kommen viele Pakistani, die gar keinen Asylgrund haben, weil sie aus einem demokratischen Land kommen – und es kommen viele Menschen aus Afghanistan, viele sind schon da…“ Wie viele Flüchtlinge dürfen noch kommen? Römer unterstrich: „Ich weigere mich, von Obergrenzen zu reden…“.

Wer sind eigentlich die richtigen Ansprechpartner, wenn sich jemand für Flüchtlinge einsetzen möchte? Reinhard Pahl: „Bei der Gemeinde Ludger Schenkel, bei der Initiative Lippetal für Flüchtlinge Hans-Albert Limbrock, beim Arbeitskreis Asyl Irene Freimark-Zeuch.“

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